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Woran erkennt man ein gutes Tattoostudio

Auf Helligkeit und Sauberkeit achten.

Besuchen Sie verschiedene Studios und schauen Sie sich genau um. Achten Sie darauf, dass der Arbeitsbereich wirklich sauber ist. Der Arbeitsbereich sollte außerdem hell und gut ausgeleuchtet sein. Lehnt man in einem Studio ein Gespräch über Sauberkeit und Infektionsvorsorge ab, sollten Sie sich für ein anderes Studio entscheiden. 

Ein Sterilisationsgerät muss da sein.

In einem guten Studio sollte in jedem Fall ein Sterilisationsgerät zu finden sein. Nach jedem Kunden müssen die benutzten Instrumente sterilisiert werden, bevor sie erneut genutzt werden können. Das gilt auch für Instrumente, die bereitgelegt, aber nicht benutzt wurden.

Minderjährige brauchen eine Einverständniserklärung der Eltern.

Bei Tattoo und Body Piercing muss, wie bei einer medizinischen Operation, eine Einverständniserklärung abgegeben werden. Das sollte vorher stattfinden. Studios mit einem guten Ruf lehnen es in jedem Fall ab, Minderjährige ohne Einverständniserklärung ihrer Eltern zu tätowieren oder zu piercen. Das ist nämlich verboten. Sogar für das Schießen eines Ohrlochs braucht man diese Einverständniserklärung. Rechtliche Fragen sollten immer vorher geklärt werden. 

Entsorgung von Geräten und überschüssiger Farbe.

Einmalgeräte, z. B. sterile Nadeln, sollten auch wirklich nur einmal benutzt und dann in gesicherten Behältern entsorgt werden. Tattoonadeln dürfen nicht direkt in die Farbflasche eingetaucht werden. Vor dem Tätowiervorgang muss die nötige Menge Farbe aus der Flasche entnommen werden. Farbe, die nicht mehr gebraucht wird, darf nie in die Farbflasche zurückgegeben werden. Auch sie muss entsorgt werden. 

Beim tätowieren und piercen müssen Handschuhe getragen werden.

Bevor sich ein Fachmann ans Werk macht, muss er sich gründlich die Hände waschen und in jedem Fall Latexhandschuhe anziehen. Die Handschuhe müssen während des gesamten Vorgangs getragen werden. Wird die Arbeit unterbrochen oder fasst der Tätowierer fremde Gegenstände z. B. das Telefon an, so muss er in jedem Fall neue Handschuhe anziehen, bevor er die Arbeit fortsetzt. 

Profis tätowieren mit einem speziellen Gerät.

Zum Tätowieren wird heute ein elektrisches Gerät benutzt, das mit einer Frequenz von 50 bis 3000 Schwingungen in der Minute senkrecht vibriert. Die Farbe wird dabei bis in die zweite Hautschicht, die Dermis eingebracht. Mit einer einzelnen Nadel werden die Umrisse des Tattoo geschaffen. Ein Nadelblock von fünf bis sieben Nadeln füllt die farbigen Flächen. Dabei kann die Tiefe der Einstiche genau der Hautdichte angepasst und eingestellt werden. Diese Vorgehensweise benutzen vorwiegend Profis. 

Wimperntusche und Asche - Laien arbeiten oft unsauber.

Laien oder "Selbsttätowierer" setzen eine Vielzahl von Instrumenten meistens unter unsauberen Bedingungen ein. Mit Füllern, Bleistiften, Nadeln oder Stecknadeln werden eine Vielzahl von Substanzen in die Haut gebracht, z. B. Tinte, Kohlenstoff, Ruß, Wimperntusche oder Holzkohle. Dabei ist die Tiefe der Einstiche sehr unterschiedlich. Solche Tätowierungen werden meistens an leicht zu erreichende Körperstellen angebracht.